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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Überlastete Sehnen

Nicht nur Sport, sondern auch Übergewicht kann Beschwerden an der Achillessehne auslösen. Betroffene ignorieren lange den Schmerz und gehen davon aus, dass der Schmerz wieder von selbst verschwindet. Manche Sportler drosseln ihr Trainingspro-gramm, manche machen weiter wie bisher. Die Schmerzen zeugen von Überlastung. Vor allem ambitionierte Läufer sind gefährdet. Eine wichtige Rolle beim Laufen spielt der Untergrund. Ein sehr weicher sandiger Boden erhöht das Risiko um das Zehnfache. Weitere Risikofaktoren sind z. B. Rauchen sowie die Einnahme von Antibiotika (Chinolone).

Dienstag, 7. September 2010

Abwehrmolekühle im Gehirn

Schaden sind dafür bekannt, dass sie als gesundheitsschädlich gelten. Jetzt haben Forscher im Gehirn der Insekten von Schaben und Heuschrecken wirkungsvolles Antibiotika entdeckt. Dies könnte eine neue Grundlage für eine neue Therapieform sein.

Nach den Entdeckungen von Simon Lee und Kollegen könnte sich dies nun ändern: Die Wissenschaftler stießen bei Insekten auf Substanzen, die sich als giftig für diverse Bakterien herausstellten.

In Laborversuchen wurde mit dem MRSA sowie dem Magenbakterium Escherichia coli mehr als 90 Prozent der Erreger durch Insekten-Antibiotika abgetötet.
Für menschliche Zellen waren die Substanzen harmlos.

Forscher wissen schon seit längerem, dass Heuschrecken und Schaben ihr eigenes Antibiotika prodzieren. Lee erklärte: "Insekten leben meist in äußerst unhygienischen und ungesunden Umgebungen, wo sie auf viele verschiedene Krankheitserreger treffen". "Daher ist es nur logisch, dass sie ihre eigenen Abwehrstrategien gegen Mikroorganismen entwickelt haben."

Die pharmazeutische Industrie schränkt die Entwicklung neuer Antibiotika aus Kostengründen immer weiter ein.

Die von Simon Lee und seinen Kollegen entdeckten antibakteriellen Moleküle in den Gehirnen von Heuschrecken und Schaben könnten in Zukunft zu neuartigen Behandlungsmethoden gegen multiresistente Bakterien-Stämme führen. Zurzeit untersuchen die Wissenschaftler die speziellen Eigenschaften dieser Substanzen noch genauer.

Dienstag, 11. Mai 2010

Blutvergiftung wird oft unterschätzt

Innerhalb Deutschland zählt Blutvergiftung zur drittgrößten Todesursache. Schon kleine Wunden können zu einer Blutvergiftung führen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 154.000 Menschen an Blutvergiftung und fast die Hälfte stirbt daran. Es wird eine lebensbedrohliche Sepsis entwickelt, wenn unser Immunsystem auf eine bakterielle Infektion außer Kontrolle gerät. Durch die körpereigene Abwehr wird eine Menge an Botenstoffen frei gesetzt, die den Körper alarmieren und Entzündungen auslösen. Wenn lebenswichtige Organe, wie z. B. Lunge betroffen sind, können Patienten sterben. Deutsche Forscher entwickelten einen Wirkstoff, der es möglich macht, dass Entzündungsprozesse im Körper abfedern.

Beim Ausbruch von Sepsis entsteht LPS (Lipopolysaccharide), die entstehen, wenn sich z. B. angreifende Bakterien teilen oder wenn Antibiotika gegen die Erreger aktiv werden. Ein großes Problem ist es, dass Antibiotika bei der Bekämpfung der Bakterien die LPS freisetzen, sie aber nicht binden können, so der Biophyiker Klaus Brandenburg vom Forschungszentrum Borstel der Leibniz-Gemeinschaft. Peptide (kleine Proteine aus 20 bis 50 verknüpften Aminosäuren) können diese Bindefunktion übernehmen. Das Team unter Klaus Brandenburg konnte künstlich Proteine selbst herstellen, die im Peptid-LPS-Verhältnis von 10:1 Entzündungen hemmen können. Peptide können neben der Sepsisbekämpfung das Immunsystem und auch Vireninfektionen stärken. Doch bis sie in der Praxis eingesetzt werden, müssen sie noch längere Tests durchlaufen. Mögliche Nebenwirkungen sind zudem bisher noch nicht getestet. Bereits Anfang 2011 wollen die Froscher die Testreihe an Patienten durchführen.