Forscher berichteten im Fachblatt "Journal of the National Cancer Institute" über eine Befragung von 87.700 Frauen nach den Wechseljahren, die nicht an Brustkrebs erkrankten. Sie wurden nach ihrem Alkoholkonsum befragt.
Frauen, die mind. sieben Mal oder mehr alkoholische Getränke zu sich nahmen, hatten ein um 2-Fach erhöhtes Risiko für ein lobuläres Karzinom, als diejenigen Frauen, die nicht tranken. Im Beobachtungszeitraum wurde anhand von knapp 2944 Frauen ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Brustkrebs-Erkrankung nachgewiesen. Allerdings wurde der Alkohlkonsum der Frauen nur zu Beginn der Studie festgehalten. Ob die Frauen durch die Erkrankung mehr oder weniger tranken und wie sich der Umgang mit Alkohol auf die Krebsentwicklung auswirkte ist unklar.
Das lobuläre Karzinom ist ein Brustkrebstyp, der von den Lobuli ausgeht. Der Brustkrebs tritt zwischen 5 Prozent und 15 Prozent auf. Der Brustkrebs der Milchgänge, der duktale Karzinom tritt dagegen zu 80 Prozent auf.
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Mittwoch, 25. August 2010
Mittwoch, 11. August 2010
Hormonersatztherapie in den Wechseljahren
Hormonersatztherapien in den Wechseljahren sollten das Brustkrebsrisiko erhöhen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass bestimmte Progestine in Kombination mit Östrogenen das Brustkrebsrisiko senken können. Ein Team der Universität of Missouri hat im Tierversuch die Krebsrate von vier verschiedenen Progestinen getestet. MPA, MAG, N-ONE, N-EL.
Die Tiere waren genetisch so verändert worden, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs erkrankten. 50 Prozent der Tiere, die keine Progesterine bekamen, entwickelten Brustkrebs, der innerhalb von 44 Tagen auftrat.
Tiere, die mit dem MPA Wirkstoff behandelt wurden, erkrankten zu 70% innerhalb von 35 Tagen. Die Tiere, die mit MAG behandelt worden waren, hatte sich nur bei etwa 40% Brustkrebs innerhalb von 47 Tagen entwickelt. Tiere,die mit N-One behandelt wurden, erkrankten nur 10% an Brustkrebs. Am besten Schnitt der Wirkstoff N-EL ab. Hier hatte keines der Tiere Brustkrebs.
Derzeit gilt: Progesterine sollten nur mit größter Vorsicht eingesetzt werden und nicht bei Patienten zur Anwendung kommen, in deren Familie bereits Brustkrebs auftrat oder einen latenten Tumor hatten.
In Zukunft könnte sich dies ändern. Die Studie zeigte, dass N-EL und N-One die Tumorentwicklung stark unterdrücken können. Wahrscheinlich könnten Medikamente mit diesen beiden Wirkstoffen auch Frauen nach den Wechseljahren vor Brustkrebs schützen.
Die Tiere waren genetisch so verändert worden, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs erkrankten. 50 Prozent der Tiere, die keine Progesterine bekamen, entwickelten Brustkrebs, der innerhalb von 44 Tagen auftrat.
Tiere, die mit dem MPA Wirkstoff behandelt wurden, erkrankten zu 70% innerhalb von 35 Tagen. Die Tiere, die mit MAG behandelt worden waren, hatte sich nur bei etwa 40% Brustkrebs innerhalb von 47 Tagen entwickelt. Tiere,die mit N-One behandelt wurden, erkrankten nur 10% an Brustkrebs. Am besten Schnitt der Wirkstoff N-EL ab. Hier hatte keines der Tiere Brustkrebs.
Derzeit gilt: Progesterine sollten nur mit größter Vorsicht eingesetzt werden und nicht bei Patienten zur Anwendung kommen, in deren Familie bereits Brustkrebs auftrat oder einen latenten Tumor hatten.
In Zukunft könnte sich dies ändern. Die Studie zeigte, dass N-EL und N-One die Tumorentwicklung stark unterdrücken können. Wahrscheinlich könnten Medikamente mit diesen beiden Wirkstoffen auch Frauen nach den Wechseljahren vor Brustkrebs schützen.
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Montag, 2. August 2010
Statt 30 Bestrahlungen gibt es nur eine
Eine Studie hat bereits erwiesen, dass die Bestrahlung mit einem Spezailgerät während der Operation genauso erfolgreich ist, wie eine wochenlange Behandlung.
Die Therapie würde dann wie folgt aussehen. Bei Frauen mit Brustkrebs im frühen Stadium wird der Tumror entfernt, dann die Tumorhöhle von innen mit einem Spezialgerät betrahtl. Wenn die Wunde verschlossen ist, erholt sich die Patientin kurz in der Klinik und hat dann auch den Großteil der Therapie überstanden. Zu Hause muss sie dann nur noch Tabletten nehmen, die verhindern sollen, dass der Krebs wieder kommt.
Bisheriges Verfahren: Nach der Krebs-OP kommt eine Strahlentherapie über 6 Wochen, um das noch vorhandene Krebsgewebe abzutöten, welches eventuell bei der OP vergessen wurde. Fünfmal pro Woche über 1,5 Monate musss der Patient in die Klinik zur Bestrahlung. Das ist vor allem eine psychische Belastung.
Zukünftig soll dies Frauen erspart bleiben. Die Studie hatte bei über 2.200 Patienten gezeigt, dass die neue Behandlung, noch während der OP 30 Minuten lang nach dem Targit-Vergahren bestrahlt wurde, den gleichen Effekt hat, wie die bisherige Methode. Zwar wird bei der intraoperativen Bestrahlung eine höhere Strahlendosis eingesetzt, jedoch nur einmal, so Professor Eiermann. Das Targit-Verfahren ist für Frauen schonender, schütz aber laut Studie genauso gut. Prof. Eiermann hofft, dass die Einmal-Bestrahlung für geeignete Patientinnen zum Standard wird. Und zwar bei Frauen,die über 50 Jahre sind und bei denen der Krebsknoten unter 2 cm groß ist. Bisher verfügen nur wenige Brustkrebszentren in Deutschland dieses neuartige Bestrahlungsgerät für den OP-Saal. Dennoch setzen es schon 28 Kliniken ein. Unter www.bildderfrau.de/brustkrebs-kliniken oder unter der Tel-Nr. 0 61 73/92 67 13 erfahren sie, welche Kliniken dazugehören.
Die Therapie würde dann wie folgt aussehen. Bei Frauen mit Brustkrebs im frühen Stadium wird der Tumror entfernt, dann die Tumorhöhle von innen mit einem Spezialgerät betrahtl. Wenn die Wunde verschlossen ist, erholt sich die Patientin kurz in der Klinik und hat dann auch den Großteil der Therapie überstanden. Zu Hause muss sie dann nur noch Tabletten nehmen, die verhindern sollen, dass der Krebs wieder kommt.
Bisheriges Verfahren: Nach der Krebs-OP kommt eine Strahlentherapie über 6 Wochen, um das noch vorhandene Krebsgewebe abzutöten, welches eventuell bei der OP vergessen wurde. Fünfmal pro Woche über 1,5 Monate musss der Patient in die Klinik zur Bestrahlung. Das ist vor allem eine psychische Belastung.
Zukünftig soll dies Frauen erspart bleiben. Die Studie hatte bei über 2.200 Patienten gezeigt, dass die neue Behandlung, noch während der OP 30 Minuten lang nach dem Targit-Vergahren bestrahlt wurde, den gleichen Effekt hat, wie die bisherige Methode. Zwar wird bei der intraoperativen Bestrahlung eine höhere Strahlendosis eingesetzt, jedoch nur einmal, so Professor Eiermann. Das Targit-Verfahren ist für Frauen schonender, schütz aber laut Studie genauso gut. Prof. Eiermann hofft, dass die Einmal-Bestrahlung für geeignete Patientinnen zum Standard wird. Und zwar bei Frauen,die über 50 Jahre sind und bei denen der Krebsknoten unter 2 cm groß ist. Bisher verfügen nur wenige Brustkrebszentren in Deutschland dieses neuartige Bestrahlungsgerät für den OP-Saal. Dennoch setzen es schon 28 Kliniken ein. Unter www.bildderfrau.de/brustkrebs-kliniken oder unter der Tel-Nr. 0 61 73/92 67 13 erfahren sie, welche Kliniken dazugehören.
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Donnerstag, 4. März 2010
Vorsorge vor Brustkrebs-Erkrankung
Jährlich erkranken pro Jahr etwa 50.000 neu an Brustkrebs. Von Geburt an hat jeder Mensch in jeder Körperzelle erbliche Genmutationen, die über die Keimzelle der Mutter vererbt werden kann. Wenn ein Elternteil unter dem Gendefekt leidet, so liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%, dass das Kind auch daran erkrankt. Das Gen BRCA1 und BRCA 2 deutet darauf hin, dass man eine Veranlagung für Brustkrebs hat.
BRCA steht für Breath Cancer (Brustkrebs). Mit den Genen BRCA 1 und BRCA 2 kann man das Risiko an Brustkrebs zu erkranken ablesen. Wenn eine Mutation der Gene (Veränderung) vorliegt, so können Reparaturmechanismen nicht mehr stattfinden, die vor Brustkrebs schützen.
Ein gesunder Mensch hat zwei BRCA-Gene, die ihn vor Brust- und Eierstockkrebs schützen. Man spricht von BRCA-Gendefekt, wenn eines der Gene bereits kaputt ist, das andere kann im Laufe der Zeit kaputt gehen. Sind beide Gene defekt, so löst es Brust- und Eierstockkrebs aus. Die Veränderung der Gene kann jederzeit weiter vererbt werden und ist geschlechtsunabhängig, d.h. auch Männer können an Brustkrebs erkanken.
Frauen, die ein kaputtes BRCA-1-Gen haben, haben ihr Leben lang das Risiko zu etwa 80% an Brustkrebs zu erkranken und ca. 45 % an Eierstockkrebs zu erkranken. Eine Erkrankung kann bereits in jungen Jahren erfolgen, das heisst, vor dem 50. Lebensjahr.
Eine Gendefekt des BRCA-2 bei Frauen zeigt eine lebenslange 80ig-Prozentige Wahrscheinlichkeit an, an Brustkrebs zu erkranken. 27 % Wahrscheinlichkeit an Eierstockkrebs zu erkranken.
Ein Indikator dafür ist die Anzahl und Art der Krebsfälle innerhalb der Familie. Aus medizinischer Sicht wird eine Untersuchung in folgenden Fällen empfohlen:
- mindestens drei oder mehr Frauen in der Familie sind an Brustkrebs erkrankt
- mindestens zwei oder mehr verwandte Frauen sind an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt, von denen mindestens eine vor dem 50. Lebensjahr erkrankt ist.
- es gibt Fälle in der Familie, in denen Brust- und Eierstockkrebs gemeinsam auftreten.
- eine Frau unter 30 hat einen einseitigen Brustkrebs.
- eine Frau unter 40 ist an beidseitigem Brustkrebs oder an Eierstockkrebs erkrankt.
- es gibt zwei an Eierstockkrebs erkrankte Frauen in der Familie (egal vom Alter).
- es gibt eine an Brustkrebs und eine an Eierstockkrebs erkrankte Frau in der Familie.
In Deutschland gibt es zwölf Zentren für familiären Brustkrebs, wo man die genetischen Tests durchführen lassen kann und psychologische Beratung erhält.
Berlin Brustzentrum der Charité - Zentrum "Familiärer Brustkrebs"
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Termine für Betroffene: Telefon 0 30 - 450 564 272
Köln/Bonn Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität zu Köln
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Rita Schmutzler
Kerpener Str. 34, 50931 Köln
Termine für Betroffene: Telefon 02 21 - 4 78-86 509
Dresden Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden,
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Wolfgang Distler
Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
Termine für Betroffene: Telefon 03 51 - 4 58-28 64
Düsseldorf Frauenklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf
Zentrumssprecher: Dr. Carolin Nestle-Krämling, Dr. Dieter Niederacher
Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf
Termine für Betroffene: Telefon 02 11 - 8 11 75 40
Hannover Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Zell- und Molekularpathologie
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Brigitte Schlegelberger
Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover
Termine für Betroffene: Telefon 05 11 - 5 32-45 29
Heidelberg Institut für Humangenetik der Universität Heidelberg
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Claus R. Bartram
Im Neuenheimer Feld 344a, 69120 Heidelberg
Termine für Betroffene: Telefon 0 62 21 - 56 50 87
Kiel Universitätsfrauenklinik Kiel
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Walter Jonat, Prof. Dr. Norbert Arnold
Michaelisstr. 16, 24105 Kiel
Termine für Betroffene: Telefon 04 31 - 5 97 20-71
Leipzig Institut für Humangenetik der Universität Leipzig
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Ursula Froster
Philipp-Rosenthal-Str. 55, 04103 Leipzig
Termine für Betroffene: Telefon 03 41 - 9 72 38 00
München Frauenklinik rechts der Isar der Technischen Universität München
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Marion Kiechle, Prof. Dr. Alfons Meindl
Ismaningerstr. 22, 81675 München
Termine für Betroffene: Telefon 0 89 - 41 40-24 46 oder 0 89 - 41 40-74 06
Universitätsfrauenklinik im Klinikum Großhadern an der Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 25, 81377 München
Termine für Betroffene: Telefon 0 89 - 70 95-75 71
Münster Institut für Humangenetik der Universität Münster
Zentrumssprecher: Prof. Dr. P. Wieacker
Vesaliusweg 12-14, 48149 Münster
Termine für Betroffene: Telefon 02 51 - 8 35 54-24
Beratung: Telefon 02 51 - 8 35 54-13
Ulm Frauenklinik und Poliklinik der Universität Ulm
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Rolf Kreienberg
Prittwitzstr. 43, 89075 Ulm
Termine für Betroffene: Telefon 07 31 - 50 02-76 06
Würzburg Abt. für Medizinische Genetik im Institut für Humangenetik der Universität Würzburg und Frauenklinik der Universität Würzburg
Zentrumssprecher: Prof. Dr. Tiemo Grimm (Humangenetik) und Prof. Dr. Johannes Dietl (Frauenklinik)
Biozentrum, Am Hubland, 97074 Würzburg
Termine für Betroffene: Telefon 09 31 - 888-40 84
Weitere Informationen sowie Hilfe und Unterstützung für Betroffene gibt es bei:
Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
www.frauenselbsthilfe.de.
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