Nach Angaben von Medizinern zeigt sich in Deutschland jedes Vierte Kind psychisch auffällig. Die psychischen Störungen haben bei Kindern in den letzten Jahren von 20% bis 25% zugenommen, so der Direktor des Universitätsklinikums Eppendorf, Herr Schulte-Markwort gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Er verwies dabei auf die Auswertung der Klinik der Studio der WHO und des Berliner Robert-Koch-Institutes.
Oft sind Depressionen, Angst oder Hyperaktivität bei Kindern aus Familien mit geringem Einkommen und wenig Bildung aufgetreten. Der Anteil der psychisch auffälligen Kindern lag bei 31,2 Prozent und bei Kindern aus Familien mit einem hohen sozialen Status nur bei 16,6 Prozent.
Eine wichtige Rolle spileten die Eltern, die für ihr Kind eine bestmögliche Ausbildung wollten, die Verkürzung der Lernzeit in den Gymnasien auf 8 Jahre und der erhöhte Druck in der Schule durch Leistungsvergleiche, wie z. B. Pisa-Studie.
Die Ausgaben für psychische Erkrankungen sind in Deutschland um 22 Prozent gestiegen und sind ein besonders hoher Kostenfaktor für das Gesundheitssystem, nach Herz-Kreisluaf-Erkankungen und Verdauungsproblemen.
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Donnerstag, 12. August 2010
Dienstag, 20. April 2010
Computerspiel für ADHS-Betroffene
ADHS-Betroffene sind sehr leicht reizbar, sehr impulsiv und haben Probleme, sich zu konzentrieren. Ein Computerspiel-Test zeigte, dass das Gehirn bei Kindern mit ADHS-Leiden, fast genauso gut auf Medikamente reagierte, wie auf direkte Belohnungen. Die meisten, die an ADHS erkrankt sind, erhalten als Wirkstoff Methylphendidat (Medikament Ritalin). Dieser soll die Hyperaktivität hemmen und zu mehr Aufmerksamkeit führen und gleichzeitig auch die Kinder motivieren und zu mehr Leistung verhelfen.
Wissenschaftler der Nottingham Universität haben Kinder mit ADHS ein Computerspiel spielen lassen. Sie mussten viele Außerirdische einer bestimmten Farbe fangen und Außerirdische einer anderen Farbe ignorieren. Mittels einer EEG (Elektroenzephalogramms) haben Forscher die Gehirnaktivität der Spieler gemessen. In einer Variante des Spiels wurde der Bonus für gefangene Aliens verfünffacht, aber auch der Punktabzug für falsch gefangene Aliens verfünffachte sich. Durch den erhöhten Leistungsbonus stieg die Leistungsfähigkeit der Kinder an. Entscheidend war, dass sie unmittelbar die Belohnung erhielten. Der Anreiz funktionierte allerdings im Vergleich zu dem Wirkstoff Ritalin weniger gut.
Eine Kombination aus dem Medikament Ritalin und der direkten Belohnung würde laut Studienleiter Chris Hollis die besten Ergebnisse erzielen.
Man geht davon aus, dass ADHS-Kinder durch diese Kombination mit weniger Medikamenten in Zukunft auskommen könnten.
Wissenschaftler der Nottingham Universität haben Kinder mit ADHS ein Computerspiel spielen lassen. Sie mussten viele Außerirdische einer bestimmten Farbe fangen und Außerirdische einer anderen Farbe ignorieren. Mittels einer EEG (Elektroenzephalogramms) haben Forscher die Gehirnaktivität der Spieler gemessen. In einer Variante des Spiels wurde der Bonus für gefangene Aliens verfünffacht, aber auch der Punktabzug für falsch gefangene Aliens verfünffachte sich. Durch den erhöhten Leistungsbonus stieg die Leistungsfähigkeit der Kinder an. Entscheidend war, dass sie unmittelbar die Belohnung erhielten. Der Anreiz funktionierte allerdings im Vergleich zu dem Wirkstoff Ritalin weniger gut.
Eine Kombination aus dem Medikament Ritalin und der direkten Belohnung würde laut Studienleiter Chris Hollis die besten Ergebnisse erzielen.
Man geht davon aus, dass ADHS-Kinder durch diese Kombination mit weniger Medikamenten in Zukunft auskommen könnten.
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