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Mittwoch, 2. Februar 2011

Embrionale Stammzellen

US-Forscher haben eine Abkürzung für die Umwandlung von Zellen gefunden. Vier bekannte Gene wurden in die Zellen geschleust, die bisher zur Rückprogrammierung ausgewachsener Zellen genutzt wurden (Oct4, Sox2, Klf4, c-Myc). Nach vier Tagen schalteten sich die Gene jedoch ab, bevor sie in einen Embrionalzustand verwandelt hatten. Die Forscher gaben den Zellen ein Signal, sich in sog. Herzzellen zu verwandeln.

Sheng Ding, Studienleiter vom Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, betonte, dass die Hautzellen sich auch in Zellen des Gehirns oder der Bauchspeicheldrüse umwandeln ließen.

Mit diesem Prozess könnte die Umwandlungsdauer erheblich verkürzt werden.

Mit diesen Zellen sollen Parkinson-Patienten, Alzheimer oder Patienten mit Herzleiden geholfen werden.

Trotz vieler Fortschritte und Tierversuche gibt es noch keine angewendete Therapie.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Antidepressiva schlecht für die Augen

Serotonin ist ein gängiges Medikament gegen Depressionen, doch kann es zu Nebenwirkungen, wie z. B. Grauer Star führen. Grauer Star (Katarakt) tritt meist im späteren Alter auf und führt zu Linsentrübung. Unbehandelt kann Katarakt zur Erblindung führen. Eine kanadische Studie fand jetzt heraus, dass Personen, die mehr als 65 Serotonin-Wiederaufnahmehemmer gegen Depressionen einnehmen, ein bis zu 15% höheres Risiko haben, an einer Augenerkrankung zu erkranken.

Die Wirkstoffe Fluvoxamin, Venlafaxin, Paroxetin zeigten ein besonders hohes Risiko an, an Katarakt zu erkranken. Andere Antidepressiva-Medikamente zeigten keine Wirkungen auf Augenerkrankung.

Bereits durch Tierversuche ist bekannt, dass Serotonin die Augenlinse trübt, so der Studienleiter Mahyar Etminan vom Vancouver Health Research Institut.

Behandelnde Ärzte sollten daher gerade bei älteren Menschen darauf achten, nicht SSRI zu verschreiben. Auch Betablocker und Steroide wie Kortison werden in Verbindung mit Grauen Star gebracht. Eine neue schwedische Studie vermutet auch eine Hormonersatztherapie als Risiko für Linsentrübung.

Mahyar Etminan beschreibt in dem Fachmagazin "Ophtalmology" ein weiteres Medikament, welches ein Risiko einer Augenerkrankung ist. Der Wirkstoff Amantadin, dem Parkinson-Patienten zu sich nehmen, soll die Augensichtbarkeit verändern und schädigen.

Und auch eine koreanische Studie fand heraus, dass zelluläre Veränderungen der Hornhaut auf späte Schäden hinweisen. Augenärzte sollten daher bei Parkinson-Patienten, die das Medikament Amantadin zu sich nehmen, regelmässig die Zellschicht der Hornhaut testen.